Ge(h)denken 16.12.1944

Ge(h)denken

Am 16. Dezember 1944 erlebte die Stadt Siegen die schrecklichsten Minuten in ihrer Geschichte. Über 50.ooo Bomben wurden abgeworfen und unsere Stadt versank in Schutt und Asche, hunderte Menschen starben im Bombenhagel des Krieges, der seinen Weg zurück nach Deutschland fand, von wo er ausging. Daran erinnern wir Bürgerinnen und Bürger jährlich – mit einem Stillen Gedenken an der Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am Dicken Turm des Unteren Schlosses, mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Nikolaikirche, mit zahlreichen kulturellen und informativen Veranstaltungen und seit 2008 mit den Aktionen des „Siegener Bündnis für Demokratie“.

 

72 Jahre Gedenken in Siegen – Gedenktag 16.12.2016.

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 Am 16. Dezember 1944 erlebte die Stadt Siegen die schrecklichsten Minuten in ihrer Geschichte. Über 50.000 Bomben wurden abgeworfen und unsere Stadt versank in Schutt und Asche, hunderte Menschen starben im Bombenhagel des Krieges, der seinen Weg zurück nach Deutschland fand, von wo er ausging. Daran erinnern wir Bürgerinnen und Bürger jährlich und nun zum 72. Mal – in diesem Jahr mit dem Stillen Gedenken an der Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am Dicken Turm des Unteren Schlosses, mit dem ökumenischen Gottesdienst in der Nikolaikirche, mit kulturellen und informativen Veranstaltungen, und den Aktionen des „Siegener Bündnis für Demokratie“. Auch die Realschule Am Oberen Schloss ist Teil dieses Bündnisses und als Schule ohne Rassismus vor Ort am „Unteren Schloss“ präsent.

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27. Mai 2015: Geschichtstag – Geschichte hautnah erleben – Besuch der Gedenkstätte Buchenwald

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Wie auch in den Jahren zuvor, fahren die 10er Klassen der ROS in das Konzentrationslager nach Buchenwald, nur 8km von Weimar entfernt. Wir, die 10a und 10b trafen uns um 5.30 Uhr am Siegener Busbahnhof. Dort haben wir dann auf die zwei Reisebusse gewartet. Um 6.00 Uhr ging es endlich los. Nach knapp vier Stunden Fahrt sind wir dann in Weimar angekommen. Auf dem Weg dorthin, konnten wir bereits einen Teil der Gedenkstätte sehen. Ein Mahnmal in Form eines Turms erinnert an die zahlreichen Opfer des Zweiten Weltkrieges. In Weimar machten wir dann eine zweistündige Pause, in der wir Zeit hatten, die historische Altstadt zu erkunden und uns auf den Spuren von Schiller und Goethe zu begeben.

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Um 12.00 Uhr ging es dann weiter nach Buchenwald. Es war ein sehr bedrückendes Gefühl. Dort angekommen, versammelten wir uns an einem Platz, auf dem noch ehemalige SS-Häuser standen. Diese sind mittlerweile u.a. als Bibliothek und „Kinosaal“ umfunktioniert. Im Kino begann auch unsere Führung. Es wurde uns ein 30 Minuten langer Film über das Gelände des Konzentrationslagers gezeigt. Dort erhielten wir bereits einen ersten Einblick über die Opferzahlen sowie die Einteilung der Gefangenen in unterschiedliche „Rassen“ bzw. Gruppierungen. So wurden beispielsweise zwischen Juden, Schwulen, Kriminellen u.s.w. unterschieden. Alle trugen unterschiedliche Abzeichen, die unterschiedliche Farben hatten. In dem KZ befanden sich nur Männer.

Danach begann unsere eigentliche Führung mit unserem Reiseleiter. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und erkundeten gemeinsam einen Teil des insgesamt 4km langen und 2km großen Geländes. Es war ziemlich kalt und windig. Das Gelände war äußerst leer und ein Großteil der ehemaligen Gebäude, z.B. SS-Häuser, Gefangenenlager oder Schlafplätze, waren bereits abgerissen, da sie größtenteils am Ende des Kriegs zerstört wurden. Im Laufe der Führung gelangten wir dann ins Krematorium, wo die Häftlinge verbrannt wurden. Eine Etage tiefer befand sich der Leichenkeller. Die Stimmung war äußerst bedrückend und viele von uns konnten es nicht fassen, dass Menschen zu „so etwas fähig“ waren. Im Gebäude neben dem Leichenkeller befand sich der „Pferdestall“. Das Haus wurde als Arztpraxis ausgegeben. Doch in Wirklichkeit wurden mit den Menschen Versuche unternommen, so spritzte man Schwulen z.B. Hormone. Im Anschluss wurden die Menschen jedoch darin erschossen. Der Raum bestand lediglich aus weißen Fließen und Haken, die an der Wand hingen.

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Danach durften wir das Gelände noch selbstständig erkunden. Viele von uns besichtigten noch die Zellen, die menschenunwürdig waren. Darin war nur ein Holzbrett, das als Bett diente. Normalerweise passt da nur ein Häftling rein, doch zur NS-Zeit waren bis zu 10 Menschen in einer dieser Zellen eingesperrt. Als Folge brachen viele Krankheiten aus oder man starb vor Erschöpfung oder Hunger.

Nach einer halben Stunde haben wir uns dann am Bus getroffen und haben die Rückreise angetreten. Alle waren ruhig und in sich gekehrt. Um 20.00 Uhr sind wir erschöpft in Siegen zurück gekehrt.

Wir bedanken uns bei folgenden Lehrerinnen: Frau Pelteki, Frau Überschär und Frau Betz-Geile. Auch beim Busunternehmen, das uns sicher hin und zurück gebracht hat.

 

Nora Kemper, Hella Hebel, Julia Köster (10b)

ROS als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beim Ge(h)denken! 2014

 
Gehdenken

 

 
Auch dieses Jahr wieder werden engagierte Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Herrn Leidig und Frau Thärigen unsere Schule beim Aktionstag des „Siegener Bündnisses für Demokratie“ präsentieren. Gemeinsam mit dem Gymnasium Am Löhrtor als Netzwerkpartnerschule und an der Seite des Seniorenbeirats der Stadt Siegen findet man uns von 15:30 bis 17:15 Uhr im Foyer des Rathauses.
 
 
 

Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ dokumentieren wir dieses Jahr dort unter dem Motto „STARK MACHEN FÜR RESPEKT UND TOLERANZ AN UNSEREN SCHULEN“ unsere Aktionen wie Fußball-Nationencup, i!Themba, Missio-Truck u.a.

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Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und sich auch die anderen Aktionen der Mitglieder des Bündnisses (s. Flyer) anzuschauen.
Der Tag endet mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung im Rathausfoyer/Ratsaal ab 17:30 Uhr und einer sich anschließenden Stolpersteinverlegung für den Deserteur Josef Schönenbach im Brüderweg 141.
 
Patricia Thärigen