Wir berichten...
Besuch von NRW-Innenminister Herbert Reul
Am 21. Januar 2026 besuchte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul die Realschule Am Oberen Schloss (ROS) in Siegen. Der Besuch kam auf besondere Weise zustande: Der Zehntklässler Leon Friesen hatte den Minister aus eigener Initiative per E-Mail eingeladen – und zu seiner großen Überraschung sagte dieser zu. Dieses Engagement eines Schülers unterstreicht die Bedeutung von politischem Interesse und Mitgestaltung junger Menschen.
Die Schulgemeinschaft bereitete dem Minister einen vielfältigen und würdigen Empfang. Auf dem Schulhof wurden Fahnen verschiedener Länder gezeigt, die die Herkunft der Schülerinnen und Schüler widerspiegeln. Die ROS ist eine Schule mit großer kultureller Vielfalt: Rund 460 Schülerinnen und Schüler aus 43 Nationen lernen hier zusammen, viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund. Die Schulleitung betonte, dass diese Vielfalt eine große Chance, aber auch eine Herausforderung darstellt.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand das Thema Gewaltprävention, Respekt und Demokratiebildung. Die Schule stellte ihr umfassendes Präventionskonzept vor, das unter anderem Angebote der Schulsozialarbeit, Kooperationen mit der Polizei, Projekte zur Sucht- und Gewaltprävention sowie das Engagement im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ umfasst. Ziel ist es, ein Schulklima zu schaffen, in dem sich alle sicher fühlen und gern zur Schule kommen.
In der anschließenden Gesprächsrunde nahm sich Herbert Reul viel Zeit für die Fragen der Schülerinnen und Schüler. Offen sprach er über Themen wie Extremismus, Messergewalt, Sicherheit und die Bedeutung des Rechtsstaates. Dabei machte er deutlich, dass Gewalt niemals gerechtfertigt sei und Regeln für alle gelten müssten. Gleichzeitig betonte er, wie wertvoll die Demokratie sei und dass sie nicht selbstverständlich bleibe. Besonders wichtig sei es, dass junge Menschen Haltung zeigen, nicht wegschauen und Verantwortung übernehmen.
Herbert Reul lobte die Realschule Am Oberen Schloss ausdrücklich für ihr Engagement und die klare Haltung gegen Gewalt und Diskriminierung. Die Schule sei ein Beispiel dafür, wie gesellschaftliche Werte im Schulalltag gelebt werden können. Zum Abschluss ermutigte der Minister die Schülerinnen und Schüler, sich weiterhin einzubringen: Niemand könne die Welt allein verändern, aber jeder könne seinen Beitrag leisten.
Der Besuch hinterließ einen bleibenden Eindruck bei der Schulgemeinschaft und zeigte, dass Schule nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein wichtiger Raum für demokratische Bildung und gesellschaftliches Miteinander ist.






