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| Quelle: Siegerlandkurier 12.12.2010
Diesmal wird es jedoch nicht wie in den letzten beiden Jahren einen Demonstrationszug mit anschließender Kundgebung, sondern einen alternativen Stadtrundgang zu den Stätten der Vergangenheit geben. “Schon früh haben wir beschlossen – unabhängig von den Aktionen der Rechtsextremisten – einen Aktions- und Gedenktag zu veranstalten”, so André Schmidt vom Siegener Bündnis. An insgesamt 14 Orten im Stadtgebiet werden Gruppen des Siegener Bündnisses an historische Orte oder Geschehnisse erinnern. “Jeder kann diesen Stadtrundgang eigenständig machen und sich einige Orte rauspicken. Es gibt jedoch auch geführte Rundgänge für Schulklassen oder Gruppen”, erläuterte Werner Leis vom DGB während eines Pressegesprächs. Interessierte Gruppen können sich beim DGB anmelden.Wichtig sei, so die Organisatoren, dass so viele Menschen wie möglich diese Angebote nutzen, um sich somit gegen das Gedankengut zu wenden, das vor 80 Jahren den Weg in die Katastrophe bereitete. “Wir wollen wieder ein Zeichen setzen”, so Schmidt. Erfreulich, so Werner Leis, sei vor allem die Beteiligung vieler Schulklassen oder jugendlicher Gruppen. So hat sich beispielsweise eine Schülergruppe der Realschule Am Oberen Schloss mit dem Unteren Schloss beschäftigt und berichtet genau an diesem Ort über seine Geschichte während des Dritten Reiches. Die ROS als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage unterstützt wie auch ihre Demokratie-Netzwerkschule, das Gymnasium am Löhrtor, das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Stadt Siegen aktiv am 16.12.2010 mit einem Infostand am historischen Standort Nr. 7. Oder: Die Konfirmandengruppe der Nikolaikirchengemeinde informiert am Krönchen über den evangelischen Pfarrer Theodor Noa. Neben den Aktivitäten an den verschiedenen Gedenk-Orten gibt es aber auch zusätzlich Aktionen, die den “Gehdenk”-Tag umrahmen. So findet um 15 Uhr die traditionelle Gedenkveranstaltung der Stadt Siegen mit Kranzniederlegung am Dicken Turm statt. Und um 17.30 Uhr findet am Kornmarkt vor dem Cafe Noir eine Verlegung von Stolpersteinen statt. “Mit der Verlegung der Steine dort, wo die Verstorbenen ihren letzten freiwillig gewählten Aufenthalt hatten, wird deutlich, dass die Grausamkeit des faschistischen Regimes auch hier vor Ort allgegenwärtig war. Die Verbrechen geschahen nicht irgendwo weit weg, sie begannen hier vor unserer Haustür”, so Bürgermeister Steffen Mues. Ein ökumenischer Gottesdienst in der Nikolaikirche um 18 Uhr rundet den Tag ab. |
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